
Erdarbeiten und Baugrube
Bevor der erste Stein liegt, muss der Untergrund stimmen. Erdarbeiten sind der erste Schritt auf jeder Baustelle — und der, den später niemand mehr sieht.
Erdarbeiten sind der erste Schritt auf jeder Baustelle — und der, den später niemand mehr sieht. Genau deshalb entscheidet sich hier, ob ein Gebäude über Jahrzehnte setzungsfrei bleibt oder ob nach dem dritten Winter die ersten Risse kommen.
Lösen, laden, einbauen, verdichten: Das klingt nach vier Handgriffen, ist aber ein Gewerk mit eigenen Regeln. Welcher Boden liegt an, wo steht das Grundwasser, wie tief muss die Frostschürze, wie wird lagenweise verdichtet — das sind die Fragen, die wir vor dem ersten Baggerhub beantworten.
In Vorpommern haben wir es oft mit bindigen Böden und hohem Grundwasserstand zu tun. Wer hier nicht weiß, wie man eine Baugrube trocken hält und ein Planum frostsicher aufbaut, lernt es auf Kosten des Bauherrn. Wir kennen die Region.
Erdarbeiten in vier Schritten
Boden ansehen
Wir prüfen das Bodengutachten oder graben eine Schürfgrube, wenn es keins gibt. Dann wissen wir, womit wir rechnen — Sand, Lehm, Geschiebemergel oder Torf.
Einmessen und abstecken
Gebäudeecken, Leitungswege und Höhen werden eingemessen. Bestehende Leitungen fragen wir bei den Versorgern ab, bevor der Bagger sie findet.
Aushub
Oberboden getrennt lagern, Baugrube mit Böschung oder Verbau ausheben, Sohle eben und tragfähig herstellen. Überschuss fahren wir ab oder bauen ihn vor Ort ein.
Verdichten und übergeben
Tragschichten lagenweise einbauen und verdichten, Planum prüfen, Höhen kontrollieren. Erst dann kommt der Beton.
Womit wir arbeiten
Welches Material wohin gehört, entscheidet das Bauteil — nicht der Katalog. Hier die wichtigsten.
Frostschutzkies
Für alles, was Frost aushalten muss: Unter Bodenplatten, Zufahrten und Wegen sorgt er dafür, dass Wasser abläuft statt zu gefrieren.
Schotter und Mineralgemisch
Die Tragschicht unter Pflaster und Platten — verdichtet trägt sie auch das Lieferfahrzeug, das später in der Einfahrt steht.
Sand
Zum Verfüllen von Leitungsgräben und als Bettung, damit Rohre und Kabel nicht auf Steinen liegen.
Drainagerohr und Vlies
Dort, wo Wasser am Haus ansteht: Die Drainage führt es weg, das Vlies hält den Boden draußen.
Worauf wir achten: Verdichten ist das, was man nicht sieht und nicht mehr nachholen kann. Eine Schicht, die zu dick eingebaut und zu wenig verdichtet wurde, setzt sich über Jahre — und mit ihr die Einfahrt, die Terrasse oder im schlimmsten Fall das Fundament. Wir bauen lagenweise ein und verdichten jede Lage, bevor die nächste kommt.
Erdarbeiten: ausgeführte Vorhaben
Eine Auswahl aus unseren Referenzen, bei denen dieses Gewerk zum Einsatz kam. Klicken Sie ein Bild an, um mehr zu lesen.
Fragen zu Erdarbeiten
Brauche ich ein Bodengutachten?
Für einen Neubau: ja, fast immer. Es kostet ein paar hundert Euro und erspart im Zweifel ein Vielfaches. Für kleinere Arbeiten — Zufahrt, Leitungsgraben — reicht oft unser Blick in eine Schürfgrube.
Was passiert mit dem Aushub?
Oberboden bleibt in der Regel auf dem Grundstück für die späteren Außenanlagen. Überschuss fahren wir ab und entsorgen ihn ordnungsgemäß; belasteter Boden braucht einen eigenen Entsorgungsweg, den wir organisieren.
Können Sie bei hohem Grundwasser bauen?
Ja — mit Wasserhaltung während der Bauzeit und, falls nötig, einer wasserundurchlässigen Konstruktion. In Küstennähe ist das für uns Alltag.
Diese Gewerke gehören oft dazu

Erdarbeiten — wir sehen es uns an.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Wir kommen vorbei, messen auf und sagen Ihnen, was machbar ist und womit Sie ungefähr rechnen müssen.


