- Gefälle vom Haus weg ist Pflicht — sonst steht Wasser an der Fassade.
- Der tragfähige, verdichtete Unterbau verhindert, dass die Fläche sich senkt.
- Der Belag ist Geschmackssache; der Aufbau darunter ist Technik.
Warum Terrassen kippen und absacken
Die meisten Terrassenschäden haben nichts mit dem Belag zu tun. Sie entstehen darunter: Der Unterbau war zu dünn oder schlecht verdichtet, es fehlte das Gefälle, oder das Wasser konnte nicht ab. Dann sackt die Fläche ab, Platten kippeln, und an der Hauswand steht Nässe.
Eine Terrasse ist also kein Dekoprojekt, sondern eine befestigte Fläche mit allem, was dazugehört — nur dass oben etwas Hübscheres liegt als auf dem Hof. Der Aufbau folgt denselben Regeln wie beim Pflaster.
Von unten nach oben
Zuunterst der gewachsene Boden, abgezogen und verdichtet. Darauf eine Tragschicht aus Schotter, lagenweise verdichtet — sie nimmt die Last auf und lässt Wasser durch. Dann eine dünne Ausgleichsschicht, in die der Belag verlegt wird.
Die Dicke der Tragschicht richtet sich nach Boden und Belastung. Auf gewachsenem, tragfähigem Grund reicht weniger; auf nachgiebigem Boden braucht es mehr, sonst arbeitet der Untergrund und die Terrasse mit ihm.
Gefälle und Entwässerung
Jede Terrasse bekommt ein leichtes Gefälle vom Haus weg — etwa zwei Prozent, also zwei Zentimeter je Meter. Das ist unauffällig, aber entscheidend: So läuft Regenwasser von der Fassade fort und nicht an den Sockel oder in die Kellerwand.
Wo das Wasser hinläuft, muss geklärt sein: eine Rinne, eine Versickerungsfläche, eine Mulde. Besonders der Anschluss an die Hauswand will sauber gemacht sein, mit einer Abdichtung, die verhindert, dass Wasser unter die Tür oder in die Wand zieht.
Die Belagsfrage
Betonplatten und Pflaster sind pflegeleicht, günstig und in jeder Form zu haben. Naturstein ist edler und teurer. Holz und Holz-Kunststoff-Dielen wirken warm, brauchen aber eine Unterkonstruktion und mehr Pflege. Keramik ist hart, farbecht und fleckunempfindlich, aber im Verlegen anspruchsvoll.
Welcher Belag passt, ist Geschmack und Budget — jeder funktioniert, wenn der Unterbau stimmt. Die Steindicke sollte zur Nutzung passen: dünne Terrassenplatten gehören nicht dorthin, wo auch mal ein schweres Gerät steht.
Unser Rat
Stecken Sie das Geld zuerst in den Unterbau und das Gefälle, dann in den Belag. Eine schlichte Platte auf richtigem Aufbau hält; der teuerste Naturstein auf schlechtem Grund kippelt im zweiten Jahr.
Wir bauen Terrassen mit dem Unterbau, den der Boden verlangt, legen Gefälle und Entwässerung an und machen den Anschluss ans Haus dicht — und binden die Terrasse gleich in Zufahrt und Außenanlage ein.
Geschrieben von der F + W Hochbau GmbH, Mesekenhagen. Stand 11.10.2026. Allgemeine Hinweise aus der Praxis — kein Ersatz für die Prüfung vor Ort.




